B L E I G I E S S E N

Was wäre das Armbrustschiessen ohne Blei?

Unser Bleigiesser Team



Steiner Gregor und Unternährer Bruno

 

Bleigiessen im Jahr 1954

Damals wurde das Blei mit einer Esse "weich gekocht" Was auch immer das ist. Ich habe im Internet folgende Definition gefunden:

Eine Esse ist ein Ort zum Erzeugen eines Schmiedefeuers - eine (meist gemauerte) Schale zur Aufnahme eines Kohlefeuers, mit oder ohne künstlicher Belüftung (Blasebalg o.ä.).

Während man die Hitze inzwischen auch anders erzeugen kann (elektrisch bzw. mit Gas) hat das Kohlenfeuer den Vorteil, dass die Kohle vorhandenen Sauerstoff bindet und das zu schmiedende Eisen somit weit weniger stark oxidiert.

Auf dem Bild ist links im Hintergrund Franz Brun sen. und rechts vorne Otto Baumgartner.

Foto - Seppi Spiess    

 

Bleigiessen im Jahre 2010

Unser Bleigiesser Team leistet ganze Arbeit. Zum schmelzen der Bleiklötze muss das Blei auf ca. 340º Celsius erhitzt werden. Bei dieser Temperatur im "Schmelzraum" wird es manchmal ein wenig ungemütlich und man kommt so richtig ins Schwitzen. Zum Glück hat es noch ein Fenster zum öffnen und man kann ab und zu ein wenig frische Luft schnappen.

     

Im Durchschnitt benötigen wir 350 bis 370 Bleiklötze für eine Saison, auf die wir auf beide Seiten Schiessen. Wir haben seit Jahren nicht mehr runde Blei, sondern Quadratische (110x110x32mm) Klötze.

restliche Fotos - Markus Spiess
 
   

Blei ist nicht nur bei den Gewehr Schützen wichtig, auch wir Armbrustschützen brauchen Blei. Nicht zum Schiessen, aber zum drauf schiessen. Das Blei ist bei uns die Scheibe, in der man mit der Armbrust den Pfeil ins Zentrum Schiesst. Wenn man denn richtig trifft, ansonsten kann er auch manchmal im Holz landen. Wenn die Scheiben aufgebraucht sind, müssen die Blei Klötze wieder eingeschmolzen werden. Bei grosser Temperatur kommen die beiden Bleigiesser des ASV Rothenburg so richtig ins schwitzen. Zum Glück gibt es dann zwischendurch ein kühles Bier, das sie sich redlich verdient haben.

     

Bruno und Gregor müssen pro Jahr ca. 14 bis 18 Stunden aufwenden, um den bedarf der Schützen zu decken. Diese Arbeit macht ihnen Spass und wir hoffen dass sie diesen Spass noch eine lange Zeit weiter machen. Besten Dank an Bruno und Gregor.

     
                    

Unternährer Bruno Steiner Gregor  

Bleigiessofen der Armbrustschützen Rothenburg der auch schon ein wenig in die Tage gekommen ist. Wir hoffen doch, dass er noch einige Jahre bei uns seine Dienste verrichten kann.
     
02.05.2010/ms